„Effizienz und Nachhaltigkeit haben eine große Schnittmenge“

Das Wort Nachhaltigkeit wirklich mit Leben füllen und damit als Unternehmen effizienter und attraktiver werden – das versprechen die Gründer von avanera. Mit ihrer Webanwendung können Firmen ihre Einsparpotenziale bei Nachhaltigkeitsfaktoren wie Wasser oder Energie konkret ermitteln und wissen somit, wo sich eine Investition lohnt und wo nicht. Wir sprachen mit Justus Schimmöller, einem der drei Gründer.

CEO Justus Schimmöller erklärt Sabrina Harper, wie man der Nachhaltigkeit endlich Leben einhauchen kann.

Welche Vorteile siehst du für Unternehmen, die Nachhaltigkeit nach vorn stellen?

Justus: Rein finanziell betrachtet gibt es eine riesige Schnittmenge zwischen Effizienz und Nachhaltigkeit. Fast alles, was effizient ist, ist auch nachhaltig. Wenn ich weniger Ressourcen verbrauche, dann spare ich Geld. Hinzu kommt die Nachfrage von den verschiedensten Stakeholdern, wie etwa Investorinnen und Investoren. Vonseiten der Angestellten muss man als Unternehmen alle Aspekte nutzen, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein – Stichwort soziale Nachhaltigkeit. Die Frage: Was muss ich tun, damit es meiner Belegschaft gut geht, ist in Anbetracht des Fachkräftemangels wichtiger geworden.

Justus, das klingt etwas theoretisch. Hast du mir ein Beispiel, wie Unternehmen schnell und einfach mit Nachhaltigkeit Geld sparen können?

Justus: Einfache Maßnahmen führen tatsächlich zu schnellen Einsparungen. In der Hotellerie sind das zum Beispiel Perlatoren. Wenn man diese in einer Dusche einsetzt, sind das 50 bis 60 Prozent Wasserersparnis. Im Hotelbereich, aber auch überall, wo ein hoher Wasserverbrauch herrscht, ist das eine simple Maßnahme, die sich wirtschaftlich rechnet. Das schlägt sich in den Kosten für Frischwasser, in der Wassererwärmung und auch im Abwasser nieder.

Ein anderes Thema ist zum Beispiel die Heizung. In der aktuellen Debatte um Energieeinsparungen geht es darum, Räume möglichst niedrig zu beheizen. Doch anstatt überall 19 Grad anzustreben, wäre es doch sinnvoller zu hinterfragen, welche Räume überhaupt geheizt werden müssen? Leere Etagen brauchen beispielsweise keine 19 Grad. Das ist dann eine Frage der Prozesse und nicht eine Frage der Raumtemperatur.

Diese zwei Beispiele spiegeln unsere aktuellen Ansätze wider. Wir kümmern uns zum einen um konkrete Maßnahmen und beleuchten zum anderen Prozesse, die Einsparungen ermöglichen.

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Das Team von avanera möchte Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit vereinen.

Ihr arbeitet viel mit Hotels zusammen. Wie viel Einsparungen erzielt ihr konkret in einem Haus?

Justus: In den Themen Energie, Wasser und Heizen erzielen wir etwa eine Einsparung von 20 bis 25 Prozent.

Angenommen, ihr empfehlt mir eine Solaranlage. Das ist für mich mit viel Aufwand verbunden, zum Beispiel muss ich mir einen Solaranlagenbauer suchen. Dafür benötige ich wiederum Zeit. Evtl. Zeit, die ich nicht habe …

Justus: Das ist eine Hürde, die uns bewusst ist und daran soll es nicht scheitern. Eine Software kann nicht alles lösen. Wir setzen unser System ein, um datengetrieben die Einsparpotenziale aufzudecken und sichtbar zu machen. Wenn es um größere Projekte, wie etwa eine Solaranlage geht, dann stehen wir als Menschen unserer Kundschaft beratend zur Seite und helfen, eine passende Lösung für das Unternehmen zu realisieren.

Wir haben nun über verschiedene Beispiele der Einsparmöglichkeiten gesprochen. Da sind keine wirklichen Überraschungen dabei und dennoch gelingt es im Gebäudemanagement kaum, diese Dinge umzusetzen. Warum?

Justus: Firmen, egal ob Hotellerie oder andere Branchen, tun sich bei der Umsetzungen schwer, da nicht genau vorhergesagt werden kann, wie sich die Maßnahmen auswirken. Viele wollen wissen: Wie sieht es mit dem Return on Invest aus? Mittelständische und kleine Unternehmen haben auch meist keinen Nachhaltigkeitsmanager oder ähnliches. Es fehlt dann an Expertise und personellen Ressourcen. Wenn wir Verbräuche sichtbar machen, kommt es öfter zum Aha-Effekt. In einem Hotel haben wir zum Beispiel eine Datenauswertung durchgeführt und zwei Maßnahmen für den Wasserverbrauch definiert. Das Ergebnis: der Wasserverbrauch beim Duschen ist von 17 Liter pro Minute auf 6,5 Liter pro Minute bei gleichbleibendem Duscherlebnis gesunken.

 Die Gründer von avanera (vlnr) Justus Schimmöller, Max Doeres und Jakob Niemeyer.

Wie definierst du eigentlich Nachhaltigkeit?

Justus: Nachhaltigkeit ist ein sehr weiter Begriff, es gibt zum Beispiel die soziale Nachhaltigkeit als auch die ökologische Nachhaltigkeit. Allgemein finde ich, trifft die Aussage oder das inzwischen geflügelte Wort der „Enkeltauglichkeit“ den Kern. Wir sollten so leben, dass nachfolgende Generationen eine gute Ausgangsbasis haben.

Wie tragen Unternehmen ihr Nachhaltigkeitsmanagement klug nach außen?

Justus: Nachhaltigkeit ist ein toller Ansatz für Storytelling und die Reputation eines Unternehmens. Das hat Auswirkungen auf vieles – wenn man es richtig macht.

Ein Siegel, dass man sich an die Eingangstür klebt, hat kaum einen Effekt. Vielmehr spreche ich von konkreten Geschichten, die ein Unternehmen erzählen kann. Deshalb ist unsere Anwendung auch transparent und liefert wirkliche Daten, die es auch am Ende der Maßnahmen als Reporting gibt. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel auf seiner Webseite oder über Social Media kommuniziert, welche konkreten Maßnahmen es umgesetzt hat und welche Effekte damit erzielt wurden, dann macht das Eindruck. Bei der potenziellen Kundschaft, die ein besseres Gefühl bekommt – aber auch andere Stakeholder, zum Beispiel Bewerber*innen finden es attraktiver für ein nachhaltiges Unternehmen zu arbeiten.

Ihr fokussiert euch aktuell stark auf die Hotelbranche und wollt perspektivisch skalieren. In unserem Gespräch wird für mich deutlich, dass jegliches Gebäudemanagement von einer datengetriebenen Optimierung profitieren könnte. Warum startet ihr in der Hotelbranche?

Justus: Ich komme ursprünglich aus der Hotellerie und war tatsächlich mit Reportings betraut. Das war mit erstens zu wenig und zweitens habe ich so die enormen Potenziale erkannt. In der Hotellerie zu starten, war also naheliegend. Aber du hast schon einen Punkt: Viele Unternehmen haben bereits Daten und nutzen das nicht in der Praxis. Wir bei avanera wollen einen Schritt weiter gehen. Denn eigentlich ist das Reporting doch nur das Beiwerk. Es ist viel besser, wenn die Unternehmen tolle Maßnahmen für sich ableiten und umsetzen können. Deshalb haben wir unsere Webanwendung entwickelt und unterstützen mit unserem Know-how.

Vielen Dank Justus für dieses Interview und deine Zeit!

avanera kurz & knapp

USP: Ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement – vorhersehbar, effizient und datengetrieben.

Ziel: Die Transformation von Unternehmen zu einem nachhaltigen Wirtschaften durch Daten so einfach wie möglich zu machen.

Über die Gründer: Wir sind drei junge Menschen, die der Antrieb eint, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu verbinden. Jeder mit ganz unterschiedlichen Hintergründen: Justus aus der Hotellerie, Max mit der Design- und Marketingbrille und Jakob als Full-Stack-Entwickler.

Homepage: https://www.avanera.de/

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